Cannabis (Sativa L.)
Kultur, Nutz- und Heilpfanze


Medizinisches Cannabis und CBD (Cannabidiol)

Medizinisches Cannabis nutzt die natürlichen Inhaltsstoffe der Cannabispflanze – insbesondere Cannabinoide wie THC (Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) sowie Terpene, die das Wirkprofil maßgeblich beeinflussen.

Diese Substanzen wirken auf das körpereigene Endocannabinoid-System (ECS), das eine zentrale Rolle für das Nervensystem, das Immunsystem und viele Körperfunktionen spielt – darunter Schmerzempfinden, Stimmung, Schlaf und Appetit.

Cannabis – Genussmittel für Erwachsene

Cannabis wird heute in vielen Ländern nicht nur als Heilpflanze, sondern auch als legales Genussmittel verwendet. Für Erwachsene bietet es eine alternative Form der Entspannung und des geselligen Konsums – vergleichbar mit Alkohol oder Nikotin, jedoch mit einem anderen Wirkprofil.

Cannabis enthält psychoaktive Wirkstoffe, vor allem THC (Delta9-Tetrahydrocannabinol). Diese Substanz wirkt auf das zentrale Nervensystem und kann ein Gefühl von Leichtigkeit, Gelassenheit oder gesteigerter Wahrnehmung hervorrufen. Als Genussmittel wird Cannabis meist geraucht, verdampft (vaporisiert) oder in Form von Esswaren (Edibles) konsumiert.

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Cannabis in der jungen Generation – Luke`s View

Cannabis spielt in der jungen Generation eine zunehmend präsente Rolle. Viele Jugendliche und junge Erwachsene sehen es weniger als „gefährliche Droge“ und mehr als Genuss- oder Lifestyle-Produkt – beeinflusst durch Popkultur, soziale Medien und teils auch die Legalisierungsdebatte.

Der Konsum beginnt oft im Freundeskreis und wird von manchen als weniger schädlich als Alkohol wahrgenommen. Gleichzeitig warnen Fachleute vor Risiken wie Beeinträchtigungen der Gehirnentwicklung, Konzentrationsstörungen oder psychischen Problemen, insbesondere bei regelmäßigem und frühem Konsum.

 

Industrieller Nutzhanf

Industriehanf, auch bekannt als Faserhanf oder Nutzhanf, ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Im Gegensatz zu THC-reichen Cannabissorten enthält Industriehanf nur sehr geringe Mengen THC (meist unter 0,2 %), wirkt daher nicht berauschend und wird weltweit legal angebaut – vor allem für industrielle und ökologische Zwecke.

Industriehanf bezeichnet Cannabis-Sorten mit niedrigem THC-Gehalt, die speziell für die Verwendung in Industrie, Landwirtschaft und Bauwirtschaft gezüchtet werden. Die gesamte Pflanze kann verwendet werden – von der Faser bis zum Samen.

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Umwelt und Nachhaltigkeit

Nutzhanf ist eine der effizientesten Pflanzen zur CO₂-Bindung. Während seines Wachstums kann Hanf pro Hektar bis zu 15 Tonnen CO₂ aus der Atmosphäre aufnehmen – mehr als viele Bäume. Dies macht ihn zu einer wertvollen Pflanze im Kampf gegen den Klimawandel.

Revitalisierung von Agrarflächen: Hanf verbessert die Bodenqualität, indem er Schadstoffe aufnimmt und Erosion verhindert. Durch sein tiefes Wurzelsystem lockert er den Boden und macht ihn fruchtbarer, sodass er für nachfolgende Kulturen besser genutzt werden kann. Zudem wächst Hanf ohne den Einsatz von Pestiziden oder Herbiziden und trägt so zur Regeneration ausgelaugter Böden bei.

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