Cresco Labs, einer der größten vertikal integrierten Cannabisproduzenten der USA, hat 2025 ein Jahr der Restrukturierung und finanziellen Neuausrichtung erlebt. Im zweiten Quartal erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 164 Millionen US-Dollar und einen operativen Cashflow von 9 Millionen US-Dollar. Die bereinigte Bruttomarge lag bei 50,6 Prozent, während der Nettoverlust 14 Millionen US-Dollar betrug.
Ein zentraler Schritt war die Refinanzierung der Unternehmensverbindlichkeiten: Cresco Labs schloss ein neues, besichertes Term-Darlehen über 325 Millionen US-Dollar mit Laufzeit bis 2030 ab, um bestehende Schulden umzuschulden und die Bilanz zu stärken. Das Management betonte, dass dieser Schritt die finanzielle Flexibilität erhöhen und die Zinsbelastung langfristig senken soll.
Strategisch entschied sich Cresco, den kalifornischen Markt zu verlassen, um Kapital auf profitablere Kernmärkte zu konzentrieren. Die hohen regulatorischen Kosten und der anhaltende Preisdruck in Kalifornien hatten die Rentabilität stark beeinträchtigt.
Trotz der Fortschritte bei Cashflow und Kostenkontrolle wurde die Aktie im Oktober 2025 von Analysten bei Zacks Research auf „Strong Sell“ herabgestuft. Cresco Labs bleibt dennoch bestrebt, durch Fokussierung auf margenstärkere Märkte und Effizienzprogramme langfristig Wert für Investoren zu schaffen.