Glass House Brands, einer der größten Cannabisproduzenten Kaliforniens, hat 2025 ein Jahr massiver Herausforderungen erlebt. Im Juli kam es zu Razzien durch die US-Einwanderungsbehörde ICE auf zwei Farmen in Camarillo und Carpinteria. Dabei wurden über 360 Personen festgenommen, darunter neun direkte Mitarbeiter des Unternehmens. Tragischerweise kam ein Arbeiter bei dem Einsatz ums Leben. Glass House erklärte, dass der Großteil der Verhafteten Angestellte von Subunternehmern gewesen sei und kündigte umfassende Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitskontrollen an.
Als Reaktion trennte sich das Unternehmen von zwei Dienstleistern, führte strengere Compliance-Richtlinien und das E-Verify-System zur Mitarbeiterprüfung ein und engagierte externe Prüfer. Zudem unterzeichnete Glass House ein neues Labor-Friedensabkommen mit der Gewerkschaft Teamsters, um die Einhaltung arbeitsrechtlicher Standards sicherzustellen.
Finanziell geriet das Unternehmen stark unter Druck. Der Umsatz im zweiten Quartal lag bei rund 59,9 Millionen US-Dollar, für das dritte Quartal erwartet das Management nur noch 35 bis 38 Millionen US-Dollar – ein Rückgang von über 40 Prozent. Grund dafür ist der deutliche Einbruch der Produktionsmenge infolge der Untersuchungen und internen Umstrukturierungen.
Zusätzlich geriet Glass House in Kritik, weil es zwischen Dezember 2024 und März 2025 mehrere Anbaulizenzen erneuerte, obwohl eine gültige Vereinbarung mit der Gewerkschaft möglicherweise abgelaufen war. Branchenbeobachter werfen dem Unternehmen vor, regulatorische Vorgaben unzureichend beachtet zu haben.
Trotz der Krise plant Glass House, im vierten Quartal 2025 die Produktion wieder hochzufahren und die Lieferketten zu stabilisieren. Das Jahr steht damit im Zeichen von Umbruch, Compliance-Neuaufstellung und dem Versuch, Vertrauen bei Behörden, Mitarbeitern und Investoren zurückzugewinnen.
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