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Nachwirkungen – Q2 2025 und Entscheidungsschlacht bei MediPharm

Auseinandersetzungen beendet und Wachstum in Auslandsmärkten

In den Monaten nach Q1 2025 setzte sich das momentum von MediPharm fort – begleitet von intensiven Aktionärsauseinandersetzungen und richtungsweisenden Entscheidungen. So meldete MediPharm im August 2025, dass der Umsatz im zweiten Quartal 2025 11,8 Mio. CAD erreichte – ein Wachstum von 14 % gegenüber Q2 2024. Der internationale medizinische Cannabisbereich wuchs um 50 % und trug 6,7 Mio. CAD zum Umsatz bei, was 57 % des Gesamtumsatzes entspricht. Die liquiden Mittel stiegen auf 10,4 Mio. CAD, trotz zusätzlicher Kosten aus dem Proxy-Wahlkampf. (Quelle: MediPharm Q2 Bericht)

Begleitet wurde dieses Wachstum von einem harten Kampf um die Kontrolle des Unternehmens: Am 16. Juni 2025 kam es zur jährlichen Hauptversammlung, bei der die Aktionäre über die Vorstöße von Apollo Capital abstimmten. Medienberichte deuten darauf hin, dass Apollo den Proxy-Krieg für sich entscheiden konnte – ein klarer Sieg für die Dissidenten. (Quelle: Finanzpresse)

Vor der Abstimmung hatte MediPharm Board eine Gegenkampagne lanciert: Am 28. Mai 2025 veröffentlichte der Board einen Brief an die Aktionäre, in dem er Apollo als opportunistisch und wenig durchdacht beschrieb. Die Unternehmensführung warnt, dass eine Übernahme durch Apollo das laufende Wachstum gefährden könnte und kritisiert die fehlende operative Substanz des Dissidentenplans. (Quelle: MediPharm Board Letter)

Apollo wiederum kritisierte in seiner überarbeiteten Proxy-Unterlage die Führung von MediPharm für ineffizientes Management, überhöhte Vergütungen und fortgesetzte Wertvernichtung. Apollo nominierte sechs Kandidaten mit Expertise in Umstrukturierung, M&A und operativer Führung und behauptete, eine vollständige Neuausrichtung von MediPharm sei dringend nötig. (Quelle: Apollo Circular)

Mit dem Ende der Abstimmung und dem Sieg von Apollo beginnt für MediPharm eine neue Phase: Der strategische Kurs, das Management und der Board stehen vor einem Reset. Gleichzeitig zeigen die operativen Kennzahlen, dass das Wachstum in Auslandsmärkten greift und die Finanzen florieren – doch die wahre Herausforderung liegt nun in der Umsetzung eines stabilen, zukunftsgerichteten Plans ohne interne Querelen.

 

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