Globale Cannabis-Unternehmensnachrichten

Bleiben Sie informiert über die neuesten Entwicklungen, Markttrends und regulatorischen Updates aus der weltweiten Cannabisbranche

21/01/2026

Curaleaf expandiert in Maine: Strategischer Ausbau der Marktpräsenz

Der internationale Cannabis-Konzern Curaleaf Holdings (TSX: CURA; OTCQX: CURLF) hat heute den Start des Verkaufs von Cannabis an Erwachsene (Adult-Use) an seinem Standort in Bangor, Maine, bekannt gegeben. Für Anleger, die die Cannabis Aktie von Curaleaf beobachten, ist dies ein wichtiger Schritt zur Maximierung der bestehenden Infrastruktur.

Nur ein Standort für den Genussmittelmarkt

Bisher betrieb Curaleaf in Maine ein reines Netzwerk für medizinische Patienten. Die Besonderheit: Der Standort in Bangor (829 Hogan Rd) wurde erweitert. Während die medizinische Versorgung in „Unit 38“ bleibt, wurde in „Unit 46“ ein separates Fachgeschäft für Kunden über 21 Jahren eröffnet. Es ist derzeit der einzige Standort von Curaleaf in Maine, der über eine Lizenz für den freien Verkauf an Erwachsene verfügt.

Die Eckdaten der Expansion:

  • Netzwerk: Curaleaf betreibt nun 5 Standorte in Maine und insgesamt 161 Dispensaries in den USA.
  • Angebot: Das Sortiment umfasst die bekannten Marken Grassroots (Dark Heart Collection), Find, Select (BRIQ Vapes) und B Noble.
  • Strategie: Die Kombination aus medizinischer Expertise und dem Zugang zum breiteren Adult-Use-Markt soll neue Kundengruppen erschließen.

Einordnung für Investoren der Cannabis Aktie

Curaleaf-Chairman Boris Jordan unterstreicht mit diesem Schritt die Mission des Unternehmens, den Zugang zu geprüften, legalen Cannabisprodukten konsequent auszuweiten. Für die Bewertung der Cannabis Aktie ist entscheidend, dass Curaleaf nicht nur neue Märkte erschließt, sondern bestehende Standorte durch Adult-Use-Lizenzen deutlich profitabler macht, da die Hürden für Kunden (kein Rezept nötig) sinken.

Trotz der Expansion bleibt das Unternehmen der medizinischen Gemeinschaft in Maine treu und betreibt weiterhin spezialisierte Zentren in Bangor, Ellsworth, Auburn und Wells.

By Daniel Stehr

Terrsacend and Mike Tyson

07/01/2026

TerrAscend im Ring mit Mike Tyson

Im Markt für Cannabis Aktien zählt TerrAscend nicht zu den Hoffnungsträgern, sondern zu den etablierten US-Multi-State-Operatoren. Das Unternehmen ist seit Jahren operativ tätig und deckt Anbau, Verarbeitung und Einzelhandel in mehreren regulierten US-Bundesstaaten ab. Der Jahreswechsel 2025/2026 markiert keinen Strategiewechsel, sondern die Fortsetzung eines bekannten Geschäftsmodells mit Fokus auf Retail und Marken.

TerrAscend Corp. ist ein vertikal integriertes Cannabisunternehmen mit Aktivitäten unter anderem in New Jersey, Pennsylvania, Maryland und Ohio.

Runde 1 – Tyson 2.0 als Markenbaustein

Mit dem Start der Cannabis-Marke Tyson 2.0 in Maryland und Pennsylvania setzt TerrAscend auf Markenlizenzierung innerhalb bestehender Märkte. Die Produkte werden nicht als neues Geschäftsfeld aufgebaut, sondern in vorhandene Produktions- und Vertriebsstrukturen integriert.

Ende 2025 gab TerrAscend eine exklusive Lizenzvereinbarung bekannt, nach der das Unternehmen Tyson-2.0-Produkte in Maryland und Pennsylvania herstellen und vertreiben wird. Für Cannabis Aktien ist relevant, dass keine zusätzlichen Standorte oder Genehmigungen erforderlich sind.

Runde 2 – Umsetzung ohne Strukturbruch

Die Markteinführung erfolgt ohne organisatorische Erweiterung. TerrAscend nutzt bestehende Lieferketten, Produktionskapazitäten und Einzelhandelsflächen. Damit bleibt die Kostenstruktur stabil, während das Markenportfolio erweitert wird.

Für Anleger von Cannabis Aktien ist dies ein Hinweis darauf, dass Wachstum über Skalierung bestehender Infrastruktur erfolgt und nicht über risikointensive Expansion.

Zwischenfazit

Im Segment der Cannabis Aktien steht TerrAscend für operative Kontinuität statt Visionen. Marken wie Tyson 2.0 ergänzen das Portfolio, während der Ausbau des Retail-Netzwerks die wirtschaftliche Basis stärkt. Der Kampf läuft – strukturiert, kontrolliert und ohne strategische Experimente.

By Daniel Stehr

19/12/2025

Cannabis Aktien: Vom Strohfeuer zur neuen Anlageklasse

Wir haben Jahre auf diesen Tag gewartet: US-Präsident Donald Trump hat am 18. Dezember 2025 die Executive Order unterzeichnet, um die Neueinstufung (Rescheduling) von Cannabis in Schedule III “auf dem schnellstmöglichen Weg” zu vollziehen.

Der Blick auf die roten Kurszettel wirkt heute paradox, ist aber ein klassisches “Sell the News”-Szenario. Während Spekulanten Gewinne realisieren, entsteht für strategische Investoren genau jetzt die größte Chance: Die Diskrepanz zwischen sinkenden Kursen und drastisch verbesserten Fundamentaldaten.

Der doppelte Gamechanger: Compliance & Uplisting

Das Rescheduling ist weit mehr als nur Kosmetik. Es beseitigt die zwei größten Hürden, die institutionelles Kapital bisher blockiert haben:

  • Vom “Pariah” zum ESG-Asset: Bisher wurde Cannabis in Schedule I geführt (auf einer Stufe mit Heroin), was den Sektor auf die “Blacklists” fast aller Compliance-Abteilungen setzte. Mit Schedule III wird Cannabis zu einer regulierten Substanz, die ESG-Kriterien erfüllt. Der Sektor wandert von der Blacklist auf die Watchlist großer Kapitalgeber.
  • Uplisting an die Wall Street: Bisher müssen US-Cannabisfirmen an kleineren kanadischen Börsen (CSE) notieren. Mit der Neuregelung wird der Weg für ein Uplisting an die NYSE und NASDAQ frei. Dies erhöht nicht nur massiv die Visibilität. Viel entscheidender: Viele institutionelle und professionelle Investoren durften bisher per Mandat gar nicht in Kanada oder “Over-the-Counter” (OTC) investieren. Das Uplisting macht die Aktien für diese gigantischen Kapitalsammelstellen technisch überhaupt erst kaufbar.

Finanzieller Befreiungsschlag: Das Ende von 280E

Parallel dazu ändert sich die Mathematik der Unternehmen. Mit Schedule III fällt der Paragraf 280E des US-Steuergesetzbuches. Charlie Bachtell (CEO Cresco Labs) spricht zurecht von einem “historischen Wandel”. Unternehmen, die bisher effektive Steuersätze von teils über 70 % zahlten, können nun normale Betriebsausgaben geltend machen. Das Resultat: Sofortige Cashflow-Verbesserung und massive Stärkung der Bonität.

Daniel Stehr, Gründer von Cansoul, ordnet die Lage ein:

Daniel Stehr

„Wir erleben die Transformation von einer spekulativen Nische in eine fundamentale Anlageklasse. Die Entscheidung beendet die Ära der ‚Strohfeuer‘. Ab jetzt zählen Cashflow, Compliance und die Verfügbarkeit an US-Börsen. Als Fondsmanager habe ich genau auf diese langfristige Investierbarkeit gewartet.“

Fazit und Zeitplan

Präsident Trump hat eine beschleunigte Umsetzung angeordnet, um bürokratische Hürden zu umgehen. Wir halten eine Inkraftsetzung der “Final Rule” im Laufe des zweiten Quartals 2026 für realistisch. Während Daytrader verkaufen, positioniert sich das “Smart Money” neu. Die Kombination aus Steuerentlastung, ESG-Konformität und dem Sprung an die US-Börsen sorgt für eine fundamentale Neubewertung der Branche.

By Daniel Stehr

15/12/2025

Historische Signale aus Washington und Rekordentwicklung bei Cansoul

Sehr geehrte Investorinnen und Investoren,

heute wenden wir uns mit Nachrichten an Sie, die das Potenzial haben, die Dynamik des globalen Cannabis-Marktes grundlegend neu zu definieren. Die jüngsten Berichte, unter anderem hervorgehoben durch CNBC, bestätigen eine tektonische Verschiebung in der US-Politik, die unsere langfristigen Thesen stützt und unserem Fonds Cansoul außergewöhnlichen Rückenwind verleiht.

Marktanalyse: Der regulatorische Durchbruch

Die aktuellen Ereignisse, über die im Kontext der Trump-Administration berichtet wird, markieren den entscheidenden Wendepunkt, auf den die Branche seit Jahren hingearbeitet hat. Der verlinkte CNBC-Artikel skizziert Pläne für weitreichende Deregulierungen, die weit über bloße Lippenbekenntnisse hinausgehen.

Quelle CNBC: Trump expected to sign executive order to reclassify marijuana as soon as Monday, source tells CNBC; pot stocks surge

Konkret deuten die Entwicklungen darauf hin, dass die US-Regierung bereit ist, die föderalen Fesseln zu lösen, die das Wachstum des Sektors bisher künstlich gehemmt haben. Dies umfasst potenzielle Erleichterungen im Bankensektor sowie Anpassungen in der steuerlichen Behandlung von Cannabis-Unternehmen, die deren Cashflow-Situation dramatisch verbessern würden. Die Reaktion der Kapitalmärkte ist eindeutig: Das “Smart Money” kehrt zurück. Wir sehen nicht nur kurzfristige Kurssprünge, sondern eine fundamentale Neubewertung der gesamten Asset-Klasse, da das Risiko regulatorischer Unsicherheit massiv abnimmt.

Persönliche Einschätzung und aktueller Status

Daniel Stehr

 

“Ich gehe davon aus, dass diese Ankündigungen auch die entsprechenden Maßnahmen kurzfristig folgen werden. Wir erwarten diese Schritte seit langem und fühlten uns nach den letzten Gesprächen auf dem Event ‘Ignite It Cannabis Capital & Policy Summit 2025’ in Washington bereits in dieser Prognose bestätigt. Diese Nachrichten haben zur größten Aufwertung der Fondsgeschichte gehört – Kursanstieg +26.82% (12.12.2025)”

 

Fazit und Ausblick

Die Wahrscheinlichkeit auf einem “Super-Zyklus” für Cannabis-Investments steigt. Die Kombination aus politischem Willen zur Deregulierung und einer bereinigten Marktstruktur bietet historische Chancen. Cansoul ist optimal positioniert, um an dieser Wertschöpfung zu partizipieren. Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und freuen uns darauf, diesen erfolgreichen Weg gemeinsam mit Ihnen weiterzugehen.

By Daniel Stehr

01/12/2025

Washington Insight: Kapital, Politik und Tacheles im „Wohnzimmer“ der Macht

Exzellente Gastgeber und Brückenbauer

Exzellente Gastgeber und Brückenbauer: Mit den „Lane Brothers“, den Köpfen hinter Ignite It.

Washington D.C., Mitte November. Während draußen der politische Wind der Post-Election-Phase weht, herrschte im Hilton Washington D.C. National Mall eine ganz besondere Stimmung. Als institutioneller Cannabis-Investor, langjähriger Begleiter des US-Marktes und Repräsentant des deutsch-europäischen Investmentsektors, wurde ich zu diesem exklusiven Summit eingeladen.

Was diese Veranstaltung von den üblichen Großkonferenzen unterschied, war die Intimität. Die Veranstalter haben es geschafft, Politiker höchsten Ranges und die CEOs der weltweit führenden Cannabis-Unternehmen in einer Art „Wohnzimmer-Atmosphäre“ zusammenzubringen. Es ging nicht um Frontalunterricht, sondern um den echten Austausch auf Augenhöhe.

Der Wandel der Republikaner: „Das Schiff hat abgelegt“

Vom Skeptiker zum Supporter

Vom Skeptiker zum Supporter: Im Gespräch mit Randy Fine.

Besonders beeindruckend war der spürbare Wandel innerhalb der republikanischen Partei. Hon. Randy Fine (US Representative, Florida) war hierfür das beste Beispiel. Offen gab er zu, noch 2016 aus Unwissenheit gegen medizinisches Cannabis gestimmt zu haben. Heute, mit den Daten auf dem Tisch, ist er ein klarer Befürworter.

Pragmatismus trifft Patriotismus

Pragmatismus trifft Patriotismus: Austausch mit Guy Reschenthaler.

Auch Guy Reschenthaler (Chief Deputy Whip US House, Republikaner) argumentierte pragmatisch mit „America First“. Es sei absurd, dass US-Unternehmen der Zugang zum heimischen Finanzmarkt verwehrt bleibe und Börsengeschäfte über Kanada laufen müssten, während die kanadischen Unternehmen in den USA den Zugriff auf den Finanzmarkt erhalten. Er versicherte uns, seine Parteikollegen weiterhin intensiv zu „educaten“.

Ein offenes Wort mit Senator Cory Booker

Senator Cory Booker (Demokrat, New Jersey), seit Jahren einer der lautesten Fürsprecher für Reformen, wirkte kämpferisch aber auch frustriert über das langsame Tempo. Er erinnerte daran, dass er schon 2019 den SAFE Banking Act unterstützt hatte. Sein Zitat zu den bestehenden, veralteten Gesetzen brachte den Saal zum Schmunzeln: „Wer diese Cannabis-Gesetze formuliert hat, muss wohl high gewesen sein…“

Booker sprach offen darüber, dass er sich als junger Senator kaum gegen die alte „War on Drugs“-Riege durchsetzen konnte. Sein Ziel bleibt das komplette Descheduling, aber er unterstützt mittlerweile jeden pragmatischen Zwischenschritt, um endlich Fortschritt zu sehen.

Tacheles in Washington

Tacheles in Washington: Ein ernstes Gespräch mit Senator Cory Booker.

Mein „Tacheles“ mit dem Senator: Vertrauen steht auf dem Spiel

In dieser intimen Atmosphäre ergab sich für mich die Gelegenheit zum persönlichen Gespräch mit Senator Booker. Ich nutzte den Moment, um die harte Realität der Investorenseite darzulegen. Ich erklärte ihm unmissverständlich: Die enormen finanziellen Verluste der letzten fast fünf Jahre sind das eine. Aber viel schlimmer ist, dass wir kurz vor einem entscheidenden Vertrauensverlust stehen. Hin und Her in der Politik zu SAFE Banking und DEA-Reformen haben ihre Spuren hinterlassen – auch in Europa. Booker nahm diese Kritik sehr ernst auf und sagte mir seinen verstärkten Einsatz für den Fortschritt der Reformen persönlich zu.

Die Industrie: Bereit für den Sprung über den Teich

Auch mit den „Big Four“ der MSOs (Multi-State Operators) konnte ich sprechen. In meinen Gesprächen kristallisierte sich ein klares Interesse heraus: Sie suchen händeringend nach einer Brücke zum europäischen Finanzmarkt. Als Repräsentant des deutsch-europäischen Marktes stieß ich hier auf offene Türen.

Fazit & Ausblick: Frankfurt 2026?

Der Summit war exzellent organisiert. Dass ich bei meinem mittlerweile sechsten Besuch so herzlich empfangen wurde, zeigt die Wertschätzung für das europäische Kapital.

Was bleibt? Die Erkenntnis, dass der Druck im Kessel in Washington so hoch ist wie nie zuvor. Und vielleicht bringen wir diesen Druck bald nach Deutschland: Es gibt bereits erste Gedankenspiele für eine gemeinsame, hochkarätige Veranstaltung von Ignite It in Frankfurt im Jahr 2026.

Washington bewegt sich – und wir in Europa sollten bereit sein.

 

Prime Sponsor:

By Daniel Stehr

02/10/2025

Village Farms International steigert Gewinn und expandiert im Cannabissegment

Im August 2025 meldete Village Farms International Inc. deutliche Fortschritte bei Umsatz und Profitabilität. Das Unternehmen profitierte von der im Frühjahr abgeschlossenen Privatisierung seines traditionellen Gemüsegeschäfts sowie vom anhaltenden Wachstum der kanadischen Cannabistochter Pure Sunfarms.

Am 12. August 2025 veröffentlichte Village Farms seine Ergebnisse für das zweite Quartal. Der Umsatz stieg deutlich an, während die Bruttomarge im Cannabissegment von 26 auf 39 Prozent kletterte. Gleichzeitig wuchs das bereinigte EBITDA, was auf verbesserte Produktionsprozesse, höhere Auslastung und starke Nachfrage nach Premium-Blüten und neuen Produktformaten zurückgeführt wurde.

Zudem gab das Unternehmen am 4. August 2025 den Ausbau seiner Anbaukapazitäten in Delta, British Columbia, bekannt. Dort werden zusätzliche 550.000 Quadratfuß (rund 51.000 Quadratmeter) Gewächshausfläche zur Cannabisproduktion umgerüstet. Die volle Betriebsaufnahme ist für das erste Quartal 2027 geplant.

Bereits im Mai hatte Village Farms eine bedeutende strategische Transaktion abgeschlossen: Der Geschäftsbereich für Frischgemüse wurde ausgegliedert und privatisiert. Dafür erhielt das Unternehmen 40 Millionen US-Dollar in bar sowie eine 37,9-prozentige Beteiligung an der neuen Gesellschaft Vanguard Food LP. Durch diesen Schritt kann Village Farms seine finanziellen Ressourcen stärker auf das wachstumsstarke Cannabissegment konzentrieren.

CEO Michael DeGiglio erklärte, dass diese Maßnahmen das Unternehmen auf eine nachhaltige Profitabilität und zukünftige Expansion ausrichten. Village Farms will sich verstärkt auf den internationalen Exportmarkt für medizinisches Cannabis konzentrieren und sieht neue Chancen in Europa, Israel und Australien.

Mit dem Umbau seines Geschäftsmodells entwickelt sich Village Farms International zunehmend von einem traditionellen Gemüseproduzenten zu einem führenden Anbieter im globalen Cannabissektor – mit Fokus auf Effizienz, Qualität und internationale Marktpräsenz.

21/10/2025

Verano sichert sich neue Kreditlinie über 75 Millionen US-Dollar zur Wachstumsfinanzierung

Am 2. Oktober 2025 gab Verano Holdings Corp., einer der führenden Multi-State-Cannabisbetreiber in den USA, den Abschluss einer revolvierenden Kreditlinie in Höhe von 75 Millionen US-Dollar bekannt. Diese Finanzierung soll die Liquidität des Unternehmens stärken und künftige Expansions- sowie Modernisierungsprojekte in wichtigen Kernmärkten unterstützen.

Die neue Kreditlinie ergänzt bestehende Finanzierungsinstrumente und bietet Verano flexible Mittel für Investitionen in Produktionskapazitäten, Markenentwicklung und den Ausbau des Einzelhandelsnetzes. Das Management betonte, dass die Vereinbarung Teil einer konservativen Finanzstrategie sei, die auf solide Kapitalstruktur und organisches Wachstum setzt.

Verano betreibt derzeit Produktions- und Vertriebsstandorte in 13 US-Bundesstaaten, darunter Florida, Illinois, New Jersey, Nevada und Pennsylvania. Das Unternehmen gehört zu den wenigen Betreibern, die über eine breite geografische Präsenz und eine etablierte Markenlandschaft verfügen.

Durch die zusätzliche Kapitalverfügbarkeit will Verano seine Position in stark wachsenden Märkten weiter ausbauen. CEO George Archos erklärte, die Kreditlinie sei „ein weiterer Schritt zur Stärkung unserer Bilanz und zur Unterstützung langfristiger Wachstumschancen in einem sich dynamisch entwickelnden Umfeld.“

Analysten bewerten den Schritt positiv, da er dem Unternehmen finanzielle Stabilität in einer Phase bietet, in der der US-Cannabismarkt auf regulatorische Veränderungen und steigende Konsolidierungstendenzen zusteuert. Verano zeigt damit erneut seine Fähigkeit, Kapital effizient einzusetzen und sich strategisch auf künftiges Wachstum auszurichten.

01/10/2025

Trulieve startet neue THC-Getränkelinie und reagiert auf stagnierende Cannabisreformen

Im Februar 2025 kündigte Trulieve Cannabis Corp. gemeinsam mit den Branchengrößen Curaleaf und Green Thumb Industries den Start einer neuen Produktlinie von THC-haltigen Getränken auf Hanfbasis an. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund stockender Cannabisreformen in den USA, die insbesondere bundesweite Legalisierungsinitiativen weiter verzögern.

Die neue Getränkelinie nutzt Delta-9-THC, das aus industriellem Hanf gewonnen wird und somit bundesrechtlich erlaubt ist. Dadurch können die Produkte legal in den gesamten Vereinigten Staaten vertrieben werden, auch in Bundesstaaten ohne regulierte Cannabismärkte. Für Trulieve bedeutet dies eine strategische Möglichkeit, ihre Markenpräsenz über das bestehende Netzwerk an lizenzierten Apotheken und Freizeitläden hinaus zu erweitern.

CEO Kim Rivers erklärte, dass die Einführung dieser Produkte Teil der langfristigen Strategie sei, neue Konsumentengruppen zu erschließen und auf regulatorische Unsicherheiten flexibel zu reagieren. Die Nachfrage nach trinkfertigen Cannabisprodukten steige stark, insbesondere in den Segmenten Wellness, Freizeit und funktionale Getränke.

Analysten bewerten den Schritt als innovativ und marktorientiert. Durch die Nutzung der rechtlichen Lücke im Hanfmarkt kann Trulieve sowohl Umsatzpotenzial generieren als auch Markenbindung aufbauen, bis die nationale Cannabisreform voranschreitet. Die Kooperation mit Curaleaf und Green Thumb wird zudem als Signal einer stärkeren Konsolidierung innerhalb der US-Cannabisbranche gesehen.

Mit dieser neuen Produktlinie stärkt Trulieve seine Position als einer der kreativsten und anpassungsfähigsten Anbieter im amerikanischen Cannabismarkt – und zeigt, dass auch in einem stagnierenden regulatorischen Umfeld Wachstum und Innovation möglich sind.

02/10/2025

TerrAscend fokussiert Expansion an Ostküste und zieht sich strategisch aus Michigan zurück

TerrAscend Corp., ein führendes nordamerikanisches Cannabisunternehmen mit Sitz in Pennsylvania, hat 2025 mehrere strategische Schritte vollzogen, um seine Marktposition zu stärken und profitabler zu werden.

Am 30. Juni 2025 gab das Unternehmen bekannt, sich vollständig aus dem Markt in Michigan zurückzuziehen. Dieser Schritt ist Teil einer überarbeiteten Geschäftsstrategie, die auf eine Konzentration der Ressourcen in margenstärkeren Bundesstaaten abzielt. Michigan gilt als stark umkämpfter Markt mit sinkenden Preisen und hoher Produktionsdichte, wodurch Rentabilität und Wachstumspotenzial für TerrAscend begrenzt waren.

Parallel dazu gab TerrAscend im Mai 2025 den Erwerb einer vierten Verkaufsstelle in New Jersey bekannt. Diese Übernahme ergänzt das bestehende Filialnetz und stärkt die Präsenz des Unternehmens in einem der wichtigsten regulierten Ostküstenmärkte der USA. New Jersey gilt als besonders wachstumsstark, da die Legalisierung des Freizeitkonsums dort erst kürzlich voll umgesetzt wurde und die Nachfrage weiter steigt.

Am 7. August 2025 veröffentlichte TerrAscend seine Finanzergebnisse für das zweite Quartal. Das Unternehmen erzielte Umsätze aus fortgeführten Geschäftsbereichen in Höhe von 65 Millionen US-Dollar und eine Bruttomarge von 51,1 Prozent. Trotz eines Nettoverlusts von 6,4 Millionen US-Dollar war es das zwölfte Quartal in Folge mit positivem operativem Cashflow – ein deutliches Signal für operative Stabilität in einem anspruchsvollen Marktumfeld.

Mit diesen Maßnahmen verfolgt TerrAscend eine klare Strategie: Fokussierung auf hochprofitable Märkte mit langfristigem Wachstumspotenzial und regulatorischer Stabilität. Durch den gezielten Ausbau an der Ostküste, kombiniert mit dem Rückzug aus weniger rentablen Regionen, will das Unternehmen seine Marktführerschaft im US-Cannabissektor weiter ausbauen und seine Finanzstruktur nachhaltig stärken.