MediPharm Labs Corp., ein kanadischer Hersteller von pharmazeutisch hochwertigem Cannabis, hat 2025 ein Jahr des internationalen Wachstums und der technologischen Weiterentwicklung erlebt. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 14 Prozent auf 11,8 Millionen US-Dollar, während der internationale Anteil am Gesamtumsatz mit 6,7 Millionen US-Dollar rund 57 Prozent ausmachte – ein Plus von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt MediPharm seinen Kurs fort, sich als führender Anbieter medizinischer Cannabisprodukte auf globalen Märkten zu etablieren.
Trotz des Wachstums blieb das bereinigte EBITDA mit minus 0,6 Millionen US-Dollar noch leicht negativ, zeigte jedoch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanz mit 10,4 Millionen US-Dollar an liquiden Mitteln und nahezu keiner Verschuldung.
Ein wichtiger Meilenstein im Jahr 2025 war die Einführung eines neuen Dosierinhalators für medizinisches Cannabis. Diese sogenannte „Metered Dose Inhaler“-Technologie wird in der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich über den Vertriebspartner Blackpoint angeboten. Das Produkt soll eine präzise und sichere Dosierung medizinischer Cannabinoide ermöglichen und richtet sich an Patienten mit chronischen Erkrankungen.
Neben der Expansion und Produktentwicklung musste MediPharm einen internen Aktionärsstreit bewältigen, den das Unternehmen jedoch erfolgreich für sich entschied. Die Aktionäre bestätigten mit großer Mehrheit die bestehende Unternehmensführung und deren strategische Ausrichtung.
Mit wachsendem internationalen Umsatz, innovativen Produktlösungen und einer stabilen Finanzstruktur positioniert sich MediPharm Labs 2025 als global ausgerichtetes, medizinisch fokussiertes Cannabisunternehmen auf dem Weg in die Gewinnzone.
In den Monaten nach Q1 2025 setzte sich das momentum von MediPharm fort – begleitet von intensiven Aktionärsauseinandersetzungen und richtungsweisenden Entscheidungen. So meldete MediPharm im August 2025, dass der Umsatz im zweiten Quartal 2025 11,8 Mio. CAD erreichte – ein Wachstum von 14 % gegenüber Q2 2024. Der internationale medizinische Cannabisbereich wuchs um 50 % und trug 6,7 Mio. CAD zum Umsatz bei, was 57 % des Gesamtumsatzes entspricht. Die liquiden Mittel stiegen auf 10,4 Mio. CAD, trotz zusätzlicher Kosten aus dem Proxy-Wahlkampf. (Quelle: MediPharm Q2 Bericht)
Begleitet wurde dieses Wachstum von einem harten Kampf um die Kontrolle des Unternehmens: Am 16. Juni 2025 kam es zur jährlichen Hauptversammlung, bei der die Aktionäre über die Vorstöße von Apollo Capital abstimmten. Medienberichte deuten darauf hin, dass Apollo den Proxy-Krieg für sich entscheiden konnte – ein klarer Sieg für die Dissidenten. (Quelle: Finanzpresse)
Vor der Abstimmung hatte MediPharm Board eine Gegenkampagne lanciert: Am 28. Mai 2025 veröffentlichte der Board einen Brief an die Aktionäre, in dem er Apollo als opportunistisch und wenig durchdacht beschrieb. Die Unternehmensführung warnt, dass eine Übernahme durch Apollo das laufende Wachstum gefährden könnte und kritisiert die fehlende operative Substanz des Dissidentenplans. (Quelle: MediPharm Board Letter)
Apollo wiederum kritisierte in seiner überarbeiteten Proxy-Unterlage die Führung von MediPharm für ineffizientes Management, überhöhte Vergütungen und fortgesetzte Wertvernichtung. Apollo nominierte sechs Kandidaten mit Expertise in Umstrukturierung, M&A und operativer Führung und behauptete, eine vollständige Neuausrichtung von MediPharm sei dringend nötig. (Quelle: Apollo Circular)
Mit dem Ende der Abstimmung und dem Sieg von Apollo beginnt für MediPharm eine neue Phase: Der strategische Kurs, das Management und der Board stehen vor einem Reset. Gleichzeitig zeigen die operativen Kennzahlen, dass das Wachstum in Auslandsmärkten greift und die Finanzen florieren – doch die wahre Herausforderung liegt nun in der Umsetzung eines stabilen, zukunftsgerichteten Plans ohne interne Querelen.
MediPharm Labs hat im ersten Quartal 2025 eine wichtige Wendemarke erreicht und das Wachstum des Unternehmens mit strategischem Druck und Aktionärskonflikten verknüpft. Laut der Pressemitteilung „MediPharm Labs Announces Strong Q1 2025 Results“ erzielte MediPharm einen Umsatz von 10,8 Mio. CAD, was einem Zuwachs von 11 % gegenüber Q1 2024 entspricht. Der Bruttogewinn lag bei 4,2 Mio. CAD, das entspricht einer Marge von 38,7 %, deutlich über der Marge von 27,4 % im Vorjahr. Die operative Effizienz wurde durch einen Rückgang der Aufwendungen um 1,3 Mio. CAD gestützt. Entscheidend: MediPharm meldete ein positives Adjusted EBITDA von 0,1 Mio. CAD – ein symbolischer, aber wichtiger Schritt in Richtung nachhaltiger Profitabilität. Das Unternehmen meldet zudem, praktisch schuldenfrei zu sein und über liquide Mittel in Höhe von 8,4 Mio. CAD zu verfügen. (Quelle: Pressemitteilung MediPharm)
Ein Treiber des Wachstums war die Auslandssparte: Der internationale medizinische Cannabisumsatz stieg um 87 % auf 5,9 Mio. CAD und machte 55 % des Gesamtumsatzes aus. Besonders der Verkauf von Blüten und Dronabinol in Deutschland, Australien und Großbritannien sowie ein neues Vertriebsabkommen mit dem brasilianischen Pharmakonzern Laboratório Teuto wurden dafür angeführt. (Quelle: Pressemitteilung)
Zeitlich parallel präsentierte der Großaktionär Apollo Capital einen aggressiven Plan zur Neuausrichtung von MediPharm. In der Pressemitteilung „Apollo Capital Releases Investor Presentation Highlighting Plan to Make MediPharm Labs the World’s Leading International Medical Cannabis Company“ forderte Apollo eine umfassende Umstrukturierung, kritisierte das Management wegen überhöhter Vergütungen und unternehmerischer Fehlentscheidungen und nominiert sechs neue Direktoren, die den Kurs ändern sollen. Apollo, der etwa 3 % der Aktien hält, ruft die Aktionäre auf, mit der “Gold Proxy Card” zu stimmen und das bisherige Führungsteam abzuwählen. (Quelle: Apollo-Pressemitteilung)
MediPharm reagierte defensiv: In seiner Investorenpräsentation (Juni 2025) stellte die Unternehmensleitung klar, dass viele der von Apollo geforderten Maßnahmen bereits umgesetzt würden – etwa Umsatzwachstum, Kostenreduktion und Internationalisierung. Die Präsentation warnte zudem, ein Sieg der Dissidenten könne strategische Partner verunsichern, das Management destabilisieren und das operative Geschäft gefährden. (Quelle: Investor Presentation)
Dieses Spannungsfeld – erste schwarze Zahlen bei gleichzeitigem Aktionärsstreit – prägt das Bild von MediPharm im Sommer 2025: Ein Unternehmen, das sich auf dem Pfad zur nachhaltigen Profitabilität sieht, aber zugleich um seine strategische Kontrolle kämpft.
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